Es gibt einen Winkel der Toskana, der sich der Logik des Massentourismus entzieht.
Die Riviera degli Etruschi ist eine Oase der Besinnlichkeit in einer Welt, in der die
Eile regiert, und in der die alltäglichen vorstellungen von Raum und Zeit nicht mehr zählen.
Wem es gefällt, mit Gemach zu reisen, auf Schusters Rappen und mit offenen Augen, wer sich an
Momenten der Muße, an Gerüchen und Emotionen, die nur die Natur zu geben vermag, bereichern will,
der ist hier am richtigen Ort.
Dieser Landstrich hat das alte und starke Herz der Etrusker, das
auch den wilden Geist der Maremmen formte. Das Schnauben vom Gott der Winde Äolus verhallt hier
auf der struppigen mediterranen “Macchia”, die sich zäh am Sand und an der steinigen Küste festklammert.
Im Landesinnern überwachen kleine Steindörfer, Raubvögel gleich, die grüne Hügellandschaft und die
blaue Silhouette der toskanischen Inselgruppe. Man braucht nicht weit zu gehen und ist schon inmitten
herrlichster Natur, wo man auf den Spuren ehemaliger Köhler wandern oder radfahren kann, während eine
Herde Rotwild den Weg kreuzt. Dieses Abenteuer ist möglich, weil die Landschaft intakt geblieben ist.
Die Küste wurde nicht zubetoniert und auf den dahinter liegenden Hügeln gibt es noch die gleichen
dichten Wälder wie vor Jahrhunderten. Dieser Reiseführer soll Sie in Gebiete begleiten, die wie
geschaffen sind für sanften Tourismus, und auf Straßen, die Motorlärm nicht kennen. Zu Pferd, zu
Fuß oder mit dem Fahrrad können Sie die Seele dieser Landschaft entdecken, die parfümiert ist wie
ihr Wein und jungfräulich wie ihr Olivenöl. Mit einem Wort: unverfälscht.
|
|